Maharishi Ayurveda und Transzendentale Meditation (TM)

 

Es wird behauptet, dass die Transzendentale Meditation erst in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts entstanden sei und dass Meditation mit dem ursprünglichen Ayurveda nichts zu tun habe.

Der Begriff „Transzendentale Meditation“ ist in der Tat eine Wortschöpfung von Maharishi Mahesh Yogi, die Technik selbst ist jedoch uralt. Entsprechend der Vedischen Tradition wurde diese Methode der Meditation seit Jahrtausenden von Lehrern an ihre Schüler weitergegeben. Die führenden ayurvedischen Experten Indiens sowie der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Raster von der Universität Essen, bestätigen, dass Meditation ursprünglich ein grundlegender Bestandteil des Ayurveda war (siehe Anlagen 1, 2, 16, 17, 18 und 19) und dass der Zustand eines völlig entspannten Bewusstseins als Therapiemethode bei verschiedenen Krankheitsbildern in den ayurvedischen Urtexten an vielen Stellen ausdrücklich empfohlen wird.

Es wird behauptet, in den Maharishi Ayurveda Zentren werde der Ayurveda nur als Vorwand benutzt, um die Transzendentale Meditation zu verbreiten.

Tatsache ist, dass in den Maharishi Ayurveda Gesundheitszentren interessierten Gästen neben vielen anderen Therapieformen wie beispielsweise Yoga-Übungen, Aroma- und Musiktherapie, Ernährungslehre sowie einer Vielzahl von Vorträgen über gesundheitsorientiertes Verhalten im Alltag zur Entspannung und Bewusstseinsentfaltung die Technik der Transzendentalen Meditation ™ angeboten wird. Die Panchakarma-Behandlungen bilden den Schwerpunkt in den deutschen Maharishi Ayurveda Gesundheitszentren, was sich unschwer an der zeitlichen Gewichtung ablesen lässt. Beispielsweise werden in Bad Ems ca. 1.500 Arbeitsstunden pro Woche für die Durchführung und Organisation der physikalischen Therapien sowie für die Verpflegung und Unterbringung der Gäste aufgewandt, während der wöchentliche Zeitaufwand für die Information und das Lehren der TM nicht mehr als zwölf bis fünfzehn Arbeitsstunden beträgt, das sind weniger als 1%.

Es wird ferner behauptet, dass die Patienten durch die Behandlung in Maharishi Ayurveda-Zentren unwissentlich in eine “Sekte” geraten.

a) Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass es sich bei dem Klientel, das sich eine Behandlungssequenz von zehn bis vierzehn Tagen in einem Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum leisten kann - und nur in diesem Zeitrahmen wäre das Erlernen der TM möglich -, um erfolgreiche und mündige Bürger unseres Staates handelt. Das Durchschnittsalter der Patienten liegt bei ca. fünfzig Jahren, von Beruf sind sie vorwiegend leitende Angestellte, selbständige Geschäftsleute, Akademiker und Künstler. Selbst Politiker und Pfarrer sind unter den Gästen. Einmal pro Woche wird die Möglichkeit geboten, sich einen Informationsvortrag über die Auswirkungen der TM anzuhören. Ob der Gast daran teilnimmt, ist ihm völlig freigestellt. Findet diese Präsentation sein Interesse, kann er einen weiteren unverbindlichen Vortrag besuchen. Erst danach entscheidet er sich, ob er diese Technik in einem Lehrgang praktisch erlernen möchte.

Diese Möglichkeit nutzen eine Reihe von Patienten. Jedes MAV-Gesundheitszentrum kennt aber ebenso auch viele regelmäßig wiederkehrende Gäste, die Pancha-Karma-Kuren durchführen, ohne die TM erlernen zu wollen. Diese Menschen kämen mit Sicherheit nicht wieder, wenn sie in irgendeiner Weise bedrängt würden oder sich bedrängt fühlten. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Stellungnahme der Direktion des Atlantis-Kurhotels in Bad Ems verwiesen (Anlage 15).
Das freibleibende Angebot, eine Meditationstechnik zu erlernen, erlaubt keinesfalls die Einordnung in eine Sekte. TM und der Maharishi Ayurveda sind weltanschaulich völlig neutral. TM wird weltweit in allen Kulturkreisen von mehr als vier Millionen Menschen aus allen Religionen, Konfessionen und Weltanschauungen ausgeübt. Die Erfahrungen dieser Menschen sowie hunderte von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten über die Wirkungen dieser Entspannungstechnik zeigen, dass TM-Ausübende unabhängiger, toleranter und gesünder sind sowie ein besseres soziales Verhalten an den Tag legen. Auch die positiven Berichte unserer Gäste, die TM erlernt haben, zeigen, dass wir mit der Wahl der von uns angebotenen Entspannungstechnik durchaus richtig liegen.
b) Abgesehen davon ist aber abwegig, TM oder gar den Maharishi Ayurveda als “Sekte” zu bezeichnen. Natürlich wissen wir, dass TM in Deutschland unter dieser Bezeichnung aus Kreisen der (vermeintlich) weltanschaulichen und medizinischen Konkurrenz die Transzendentale Meditation und der Maharishi Ayurveda systematisch verleumdet und bekämpft werden. Das gegen TM in Deutschland immer wieder bemühte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. 5. 1989 ist kein Freibrief für ungeprüfte Kritik. Dieses Urteil ist, auch für den juristischen Laien erkennbar, offenkundig falsch. (Anlage 6)

Auch in kirchlichen Kreisen setzt sich seit geraumer Zeit verstärkt die Meinung durch, dass die sog. Sektenbeauftragten zu pauschal gegen andersdenkende Gruppierungen vorgegangen sind und mehr Toleranz und christliche Gesinnung am Platze wären. So spricht u.a. der evangelische Religionswissenschaftler Prof. Dr. von Brück von einem Rufmord speziell an der Transzendentalen Meditation (siehe Anlage 12, Artikel aus Salzburger Nachrichten vom 4. Mai 1996). Auch unseres Erachtens ist es dringend an der Zeit, die ohne Anhörung der Betroffenen gebildete offizielle Einstellung vorurteilsfrei und sachlich zu überprüfen.
c) TM ist keine Sekte, sondern die wissenschaftlich jemals am gründlichsten untersuchte Methode der Persönlichkeitsentfaltung. Ihre positiven Wirkungen sind durch zahllose wissenschaftliche Dokumentationen, vor allem im gesundheitlichen Bereich, belegt.

Zusammengefasst ergibt sich aus den oben erwähnten über 500 wissenschaftlichen Untersuchungen - die zu einem erheblichen Teil in renommierten medizinischen, psychologischen und anderen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden -, dass die regelmäßige Ausübung dieser geistigen Technik die Gesundheit sowie die körperliche und psychische Allgemeinbefindlichkeit des Meditierenden erheblich fördert. TM bewirkt insbesondere:

  • schnellere Erholung von Stressreizen
  • Abbau von Schlaflosigkeit
  • Verminderung des systolischen Blutdrucks
  • Absinken hoher Cholesterin-Werte
  • Rückgang von Zigaretten- und Alkoholkonsum sowie Drogenmissbrauch
  • geringere Beschwerden des Haltungs- und Bewegungsapparates
  • Rückkehr zum normalen Körpergewicht bei Über- und Untergewichtigen
    sowie generelle Verbesserungen im Gesundheitsverhalten
  • weniger allergische Reaktionen
  • höhere Lebenserwartung bei größerer biologisch-physiologischer Jugend
  • größere Arbeitszufriedenheit und Produktivität sowie verbesserte
    Beziehungen zu Arbeitskollegen und Vorgesetzten
  • wachsende Intelligenz und Integrationsfähigkeit
  • größere Kreativität

Diese Wirkungen wurden u.a. in einer wissenschaftlichen Langzeitstudie, die in den USA in einem Zeitraum von über 11 Jahren an mehr als 2.000 Personen durchgeführt wurde, eindeutig festgestellt. Hier zeigte sich, dass die Gruppe der Meditierenden

zu 30 % weniger an Infektionen, zu 55 % weniger an Tumoren, zu 87 % weniger an Herzkrankheiten und zu 30,6 % weniger an psychischen Erkrankungen als die nichtmeditierende Kontrollgruppe litt.

In Anbetracht dieser Vielzahl wissenschaftlicher Studien und empirischer Nachweise ist es unbegreiflich, dass in Deutschland nicht nur die positiven Auswirkungen dieser systematischen Entspannungstechnik ignoriert werden, sondern überdies immer wieder behauptet wird, die Ausübung der TM könne zu gesundheitlichen oder psychischen Schäden führen. Eine im Jahre 1974/75 im Auftrag der schwedischen Regierung anhand einer Untersuchung der Patienten aller psychiatrischen Krankenhäuser Schwedens erstellte epidemiologische Studie von Prof. Ottoson kam zu dem Ergebnis, dass TM-Meditierende im Kreis psychisch Kranker derart unterrepräsentiert sind, dass die statistische Wahrscheinlichkeit, als TM-Meditierender psychisch zu erkranken, um das 200-fache geringer ist als bei der Normalbevölkerung (s. Anlage 11). Dementsprechend haben auch in dem bezeichneten TM-Prozeß die vom OVG Münster angehörten Fachgutachter der Behauptung des Bundesfamilienministeriums, TM könne Auslöser psychischer Schäden sein, eindeutig widersprochen. Dies führte dann dazu, dass dieses Gericht, also die insoweit allein maßgebliche letzte Tatsacheninstanz, die Bundesregierung dazu verurteilt hat, diese Behauptung zu unterlassen und eine Ehrenerklärung zugunsten von TM abzugeben (vgl. oben).
TM wird in anderen Ländern, wie beispielsweise USA, Kanada, Niederlande, England, Schweden und Japan von öffentlichen Stellen und/oder Krankenversicherern ausdrücklich gefördert. Weitere Beispiele der Anerkennung und Unterstützung der Transzendentalen Meditation im Ausland aufgrund der bereits vorliegenden Untersuchungsergebnisse befinden sich in den Anlagen, z.B. neuere Informationen über positive Aussagen im britischen Oberhaus aufgrund gründlicher Recherchen (Anlage 13) sowie eine Empfehlung der Stiftung Warentest von 1996 (Anlage 14).