ARD "report", 10. Mai 2004

 

ARD „report“: unseriös und irreführend

ARD „report“ vom 10. Mai. Gefährlich, lebensbedrohlich, betrügerisch – so wurde Ayurveda, das älteste Naturheilsystem der Welt, in dem Magazin aus München vorgestellt. Doch das investigative Urteil, frei von journalistischer Qualität, geht an der Realität vorbei. Ayurveda hat sich in Deutschland längst als erfolgreiches Gesundheitssystem etabliert.


Ein kritisches Magazin lebt von der Kritik. Das man dabei auch mal den Faden und speziell das Informationsbedürfnis der Zuschauer aus den Augen verlieren kann, bewiesen die „report“-Redakteure Andreas Bachmann und Birgit Kappel vom Bayrischen Rundfunk am Montag. Stark schon die Anmoderation: „Skrupellose Scharlatane, die Leben auf’s Spiel setzen“. Gemeint waren vordergründig die wenigen indischen Hersteller von Ayurveda-Medizin, die mit schwermetallhaltigen Inhaltsstoffen, speziell Blei, die Gesundheit der Verbraucher gefährden. Getroffen werden sollte jedoch Maharishi Ayurveda, die in Deutschland verbreiteteste Form des Ayurveda. Durch fehlende Abgrenzung, Schaffung falscher Zusammenhänge und Zitierung sachfremder Meinungen wurde der Eindruck erweckt, die Risiken ungeprüfter Medikamente seien auf Maharishi Ayurveda Produkte übertragbar.

Die Redakteure verschwiegen, dass ayurvedische Heilmittel in Deutschland überwiegend nach ärztlicher Verschreibung in Apotheken ausgegeben werden - der größte Teil unter der Marke Maharishi Ayurveda (MA). Maharishi Ayurveda ist der weltweit führende Hersteller ayurvedischer Produkte und erfüllt die Anforderungen der Zertifikate: DIN ISO 9001, HACCP, BDIH. Die hohe Qualität ist auch bei frei verkäuflichen Maharishi Ayurveda-Produkten, wie Nahrungsergänzungen, Tees und Gewürzmischungen gewährleistet. Viele Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Hierüber waren die „report“er Bachmann und Kappel ausführlich informiert. Auch darüber, dass die Sicherstellung der MA-Produktqualität bereits bei der Ernte der verwendeten Pflanzen beginnt und die weiteren Verarbeitungsprozesse strenger Überwachung unterliegen. Das die MA-Produkte ständig, sowohl in Indien als auch in Europa, von unabhängigen Labors auf Mikroorganismen, Schwermetalle, Schimmelpilze, Bakterien, Toxine und Pestizide untersucht werden und die Ergebnisse der Laboranalyse für jeden Artikel auf Wunsch jedem Kunden zur Verfügung gestellt werden, war ebenfalls bekannt. Gute Nachrichten für die Freunde des Ayurveda.

Aber passen gute Nachrichten in „report“? Vielleicht wäre dann Dr. Rudolf Weide ausführlicher zu Wort gekommen. In „report“ wurde Dr. Weide als kritischer Experte zu bedenklichen Ayurveda-Präparaten befragt. In seinen kompetenten Antworten kam Maharishi Ayurveda jedoch nicht vor. In der renommierten „Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ (Anlage 25), vom 16. April 2004, dem Organ zweier Ärzteverbände, äußerte er sich zum gleichen Thema allerdings konkret: „... Die Tatsache, dass sich die Firma Maharishi Ayurveda umfangreichen Qualitätskontrollen unterwirft, ist sehr zu begrüßen. Ich empfehle allen Herstellern ayurvedischer Heilmittel unter ähnlich kontrollierten Bedingungen zu produzieren. ...“

Zuviel des Guten für „report“. Also wurde ein anderes Fass geöffnet: Maharishi Ayurveda werde von Ärzten und Maharishi Ayurveda Gesundheitszentren vor allem eingesetzt, um Transzendentale Meditation zu verbreiten. Diese Behauptung ist so falsch wie alt. Trotz guter Heilerfolge an inzwischen über 30.000 Patienten allein in Deutschland wird der Maharishi Ayurveda von einigen wenigen, aber offensichtlich einflussreichen Gegnern mit unqualifizierten und z. T. verleumderischen Behauptungen diffamiert. Meist kirchliche Vertreter, sogenannte Weltanschauungs- oder Sektenbeauftragte, einige wenige ihnen nahestehende Mediziner und willfährige Journalisten, z. B. auch die in „report“ ausführlich zu Wort gekommene „Skandal-Autorin“ Bärbel Schwertfeger oder der Berliner Sektenpfarrer Thomas Gandow, zitieren sich dabei zum Beleg stets wechselseitig und erwecken so den Eindruck der Glaubwürdigkeit.

Richtig ist: In Maharishi Ayurveda Gesundheitszentren wird interessierten Gästen zur Entspannung und Bewusstseinsentfaltung die Technik der Transzendentalen Meditation (TM) angeboten. Die Panchakarma-Behandlungen bilden allerdings den Schwerpunkt in den deutschen Maharishi Ayurveda Gesundheitszentren, was sich unschwer an der zeitlichen Gewichtung ablesen lässt. Beispielsweise werden im angesprochenen Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum Bad Ems mehr als 1.000 Arbeitsstunden pro Woche für die Durchführung und Organisation der physikalischen Therapien sowie für die Verpflegung und Unterbringung der Gäste aufgewandt, während der wöchentliche Zeitaufwand für die Information und das Lehren der TM nicht mehr als zwölf bis fünfzehn Arbeitsstunden beträgt, das sind weniger als 0,75 %.

Im Übrigen wird Meditation nicht nur im Maharishi Ayurveda angewendet, der in anderen westlichen Ländern mit Forschungsaufträgen staatlich gefördert wird und mit großen Krankenversicherern kooperiert. Kein ernstzunehmender Ayurveda-Anbieter in Deutschland kommt ohne Meditation aus, denn Meditation wird in den Überlieferungen ausdrücklich empfohlen. Im Gegensatz zu fast allen anderen hierzulande praktizierten Methoden gibt es allerdings nur für die Transzendentale Meditation einen ausreichenden Effektivitätsnachweis.

Der viel Platz eingeräumten Behauptung von Gandow, TM könne gefährlich sein, widersprechen mehr als 600 wissenschaftliche Untersuchungen, die zu einem erheblichen Teil in renommierten medizinischen, psychologischen und anderen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Die positiven Auswirken sind wissenschaftlich völlig unstrittig. Gefahren wurden behauptet, aber niemals nachgewiesen. Das Gegenteil ist der Fall und in umfangreicher Literatur nachzulesen. Die ausgestrahlten Behauptungen, die Worte wie „verhext“ oder „tödlich“ enthielten, sind lächerlich. Der Sendeplatz für solche Auswüchse unglaublich.

Der ARD „report“-Beitrag endete, wie er begann – mit einer falschen Darstellung. Kein Maharishi Ayurveda Vertreter habe zu den Erkenntnissen der „report“er Stellung nehmen wollen, so die Abmoderation. Richtig ist, dass der Verfasser dieses Artikels im Vorfeld stundenlange Telefonate mit der Redaktion geführt und alle Informationen und Informationsquellen ausführlich benannt hat. Zusätzlich wurde frühzeitig angeboten, alle Fragen ausführlich und schriftlich zu beantworten. Diese Möglichkeit wurde vom Bayrischen Rundfunk nicht genutzt. Statt dessen entstand ein falsches Zerrbild eines Naturheilverfahrens, dessen Potential unser notleidendes Gesundheitssystem bereichern könnte und dessen medizinischer Nutzen sich seit Jahrtausenden bewährt. Zu viel Gutes für „report“?